Schulskelett Niran bestattet

Seit Ende Januar befasste sich die Klasse 10C mit dem Schulskelett. Zunächst wurde die Klasse in die hypothetische Situation versetzt, was sie tun würde, wenn sie in der Schule echte menschliche Knochen finden würde.
Daraus ergab sich dann eine echte Begegnung mit dem Skelett.
Es kamen in jeder weiteren Unterrichtsstunde neue Fragen auf, die sowohl gemeinsam, mit Recherche im Internet, aber auch durch Hilfe von Herrn Eppler geklärt werden konnten. Herr Eppler ist stellvertretender Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Er lud die Klasse ins Museum ein, organisierte eine Besichtigung des Krematoriums und begleitete die Klasse zu einer Führung auf dem Hauptfriedhof und kam zu einigen Unterrichtsstunden in die Schule.

Dem Entscheidungsprozess gingen viele Überlegungen und Diskussionen voraus, bis die Klasse sich für eine Beisetzung entschied.
Und auch diese Entscheidung wurde intensiv besprochen, weil nicht klar war und ist, welcher Religion Niran angehört. Die endgültige Entscheidung ist ein Kompromiss aus größtmöglicher Rücksichtnahme und Einhaltung der Bestattungsregeln. Deswegen wurden die Symbole aller Religionen umweltfreundlich mit Kreide auf einen sehr einfach gehaltenen Sarg gemalt.
Am wichtigsten war den Schülerinnen und Schülern aber, dass der Mensch seine letzte Ruhe finden kann. Deshalb und weil es gerade sehr wenig Frieden in der Welt gibt, wurde die Friedenstaube zweimal auf den Sarg gemalt.

Zu diesem Thema berichtete auch die Hessenschau. Um zum Artikel zu gelangen, klicken sie bitte HIER.