Wie fühlt sich ein Mensch mit Kippa auf der Sonnenallee? Wie leben Juden in Deutschland? Und wie entstand der Nahost-Konflikt? In drei Workshops à 90 Minuten beschäftigten sich gut 170 Schülerinnen und Schüler der Carl-Schomburg-Schule mit Fragen rund um jüdisches Leben.
Am 27.02.26 war es so weit, die Demokratielotsen Nina Coenen und Sami Alkoni kamen mit ihrem Workshop „Mazel Tov“ zu Besuch nach Kassel. Mitgebracht hatten sie viele Informationen zum Leben von Juden in Deutschland aber auch zum Nahostkonflikt und den drei Buchreligionen. In einem interaktiven Quiz wurden spielerisch komplizierte Zusammenhänge erläutert, die für Juden in Deutschland längst zum Alltag geworden sind. Wie fühlt es sich an, sich nicht öffentlich zum eigenen Glauben bekennen zu können? Warum werden Synagogen von der Polizei beschützt und Moscheen und Kirchen nicht? Und vor allem: Was bedeutet es, in einer Demokratie zu leben? Was muss ich tolerieren in einer Gesellschaft, die Menschen aller Religionen und auch Menschen ohne Religion gleichstellt?
Für viele Schüler ein herausforderndes Thema, das mit großen Emotionen verbunden ist. Doch durch ihre zugewandte Art und ihr spürbares Verständnis für die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler, konnten die beiden Workshopleiter neue Denkanstöße geben. Demokratie heißt nicht nur, dass man selbst so leben darf, wie man möchte. Wir sind auch dafür verantwortlich, dass unsere Mitmenschen nicht zu Schaden kommen und wir uns aktiv für ein friedliches Miteinander einsetzen.
Eine Botschaft die ankam. Sogar in den Pausen suchten die Schüler das Gespräch mit den Gästen. Am Ende dieses aufregenden Tages war eines klar: Egal wie schwierig ein Thema ist, wir müssen darüber sprechen! So ein Glück, dass wir bei diesem Gespräch die Unterstützung der Demokratielotsen hatten.
Mazel tov! Und hoffentlich bis bald!


