Carl-Schomburg-Schule Kassel

Kooperative Gesamtschule ∙ Ganztagsschule ∙ Kulturschule

Ich war überwältigt, da ich noch nie in einer Premiere war.  Ich fand es auch gut, dass wir vorher in der Probe waren und den Vergleich zwischen Probe und Premiere hatten, in der Probe gab es z.B. noch nicht so viel  Blut. Es war spannend das Endergebnis zu sehen. Als ich wieder zu Hause war, konnte ich von nichts anderem als der Premiere reden. 

Am 30.11.2013 war es endlich soweit, der Vorhang zu 'Die Jungfrau von Orleans' öffnete sich im Schauspielhaus pünktlich um 19.30 Uhr. Mit im Zuschauerraum saßen die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtunterrichts Darstellendes Spiel der Carl-Schomburg-Schule. Seit Beginn der Spielzeit waren sie eingeladen, diese Produktion des Staatstheaters als 'Premierenklasse' zu besuchen. Was bedeutet das?

Im Vorfeld lasen die SchülerInnen im DS-Unterricht Ausschnitte aus dem Text von Schiller und beschäftigten sich gleichzeitig mit dem Autor, dessen anderes Werk 'Wilhelm Tell' gerade im Deutschunterricht gelesen wurde. Streckenweise mußte der Text, der in einer unmodernen Sprache geschrieben ist, 'übersetzt' werden. Da es sich um den Kurs Darstellendes Spiel handelt, fand die Übersetzung zumeist in Standbilder und durch Beschäftigung mit den einzelnen Rollenfiguren statt. Außerdem wurden Bühnenbilder aus der Entstehungszeit der Dramen mit verschiedenen jüngeren Entwürfen verglichen und die Möglichkeiten der Veränderbarkeit von Dramen im Laufe ihrer Aufführungen wurden besprochen. Will ich als Zuschauer 'alles' präsentiert haben oder soll ein Freiraum für die Fantasie bleiben?

Am letzten Schultag vor den Herbstferien wurde die Gruppe nachmittags ins Sitzungszimmer des Staatstheaters eingeladen. Dort wurde sie von den betreuenden Theaterpädagogen Thomas Hof und Marco Faller begrüßt. Weiter kamen produktionsbeteiligte Künstler aus der Kostümabteilung und dem Bühnenbau mit Entwürfen hinzu, sowie der Regieassistent und ein bestens aufgelegter Regisseur, Gustav Rueb, hinzu. Er gab bereitwillig über alles Auskunft, was die Gruppe wissen wollte und es entspann sich ein lebhaftes Gespräch von einer guten Stunde Dauer.

Der nächste Schritt kam dann am 11.11. (in der Zeit des Betriebspraktikums!). Ein Besuch zu einer Arbeitsprobe im Schauspielhaus stand an. Vorher hieß es warten, bis wir hinein dürfen. Die Zeit in der Kantine wurde dadurch verkürzt, dass die beteiligten Schauspieler ihre Pause dort verbrachten, sodass sie hier privat erlebt werden konnten und gleich darauf in der Ausübung ihres Berufs. Die Schülerinnen und Schüler betraten durch einen 'geheimen' Gang von der Kantine durch die Werkstatt, vorbei am Inspizientenpult auf der Bühne zum ersten Mal diesen Zuschauerraum.

Dann folgte eine intensive Stunde Probengeschehen, in dem alle zum ersten Mal eine Ahnung bekamen, was es heißt, eine Szene perfekt zu spielen.

Die Spannung auf die eigentliche Premiere wuchs. Aus den Pemierenberichten, die zugleich ein schriftlicher Leistungsnachweis waren, habe ich ein fiktives Interview zusammengestellt, das unten gelesen werden kann.

Nach diesem großen Ereignis wurde das Projekt mit einem praktischen Workshop abgeschlossen, zu dem Thomas Hoof kam und am Ende Autogramme der beteiligten Schauspieler überreichte.

Ich habe das Staatstheater besser kennengelernt, erfahren, wie es bei einer Probe und einer Premiere aussieht. Ich habe den Regisseur Dinge über sein Stück fragen können. Es macht Spaß Premierenklasse zu sein!! 

(Bericht: Sturm-Schott, 01.2014)

Link zum fiktiven Intertview

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