Carl-Schomburg-Schule Kassel

Kooperative Gesamtschule ∙ Ganztagsschule ∙ Kulturschule

 

Fünfzehn Schülerinnen und Schüler der Klasse G10A der CSS aus Kassel trafen sich an einem heißen Nachmittag Ende August zum gemeinsamen Besuch der documenta 13. Angesagt war ein Workshop mit Künstlerinnen und ein anschließender Besuch ausgewählter Exponate der Kunstausstellung.

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Am 22.08.2012 haben wir uns vor dem Dock 4 getroffen. Dort wurden wir von unseren Gruppenleiterinnen Sarah und Freya in Empfang genommen. Kurz danach kam die Kultusministerin Nicola Beer. Ich war sehr aufgeregt, meine Freunde ebenso. Unsere Lehrerinnen und Lehrer haben Fotos gemacht, gleichzeitig wurden wir von RTL und HR gefilmt. Die Kultusministerin stellte sich vor und hat uns erzählt, warum sie überhaupt da war. Nach kurzer Zeit sind wir wieder in den Saal zurück gegangen und haben uns in eine Ecke gesetzt, wo wir uns vorgestellt haben, während die Kultusministerin neben uns saß.(....) (Gökhan)

 

Der Workshop mit der Künstlerin Sarah:

Sarah hat uns Kisten, die eigentlich nicht wirklich interessant aussahen, gezeigt. Aber nachdem sie uns etwas darüber erzählt hat, hat sich meine Meinung zu den Kisten geändert. (Yaren)

Sarah stellte uns Fragen über die Documenta. Später nahm sie 4 Kisten von Künstlern, die sie der Documenta 'geschenkt' hatten. In einer Kiste lag Holz, in der anderen Zeitschriften. Aber es gab auch welche mit persönlichen Dingen wie Schuhen und selbstgemachten Spielzeugen. In der letzten gab es 'Time-Bank'. (Abdullah)

Wir fingen mit Time-Bank an. Das ist ein Zahlungsmittel, alternativ zu Geld, mit dem wir statt mit Geld mit unserer Arbeitskraft zahlen. (Mohamed)

Als erstes sollten wir die 'Time-Bank-30 Minutes' mit echtem Geld vergleichen! Es riecht nicht so wie Euro,sieht nicht so aus,... Gleich darauf haben wir von Sarah eine Aufgabe bekommen. Wir sollten mit diesen Scheinen zu Läden gehen und fragen, ob wir den Verkäufern unsere 30 Minuten schenken können. (Gökhan)

Jeder von uns bekam einen Time-Bank-Schein im Wert von einer halben Stunde. Wir sollten losziehen und schauen, was wir damit 'kaufen' können. Nach langer Suche fanden Serkan und ich eine Apotheke, die uns eine halbe Stunde mit Kisten schleppen beschäftigte. Mit der vollbrachten Arbeit kauften Serkan und ich uns schließlich ein paar Hustenbonbons. (Mohamed)

Mir hat es sehr gefallen, weil ich dachte, es wird langweilig. Eigentlich bin ich kein Fan von der Documenta, aber es ist empfehlenswert. (Serkan)

Was mir auch noch gut gefallen hat, war die Timebank und wenn ich ehrlich bin, hätte ich nicht gedacht, dass es klappt. (Nadia)

Nach unserem Time-Bank-Projekt sind wir ins Hugenottenhaus gegangen und haben uns das Haus und den dunklen Raum nebenan angeschaut. Am besten hat mir das Hugenottenhaus gefallen, weil ich es auch noch nie besucht hatte. Ich habe nicht gewußt, dass es so etwas in Kassel gibt. (Michael)

Ich finde das Hugenottenhaus sehr alt. Egal, wo ich hingetreten bin, hat es gequietscht. Es hat mich gewundert, dass dort noch Menschen schlafen. (Sirin)

Zuletzt waren wir im Hugenottenhaus. Diese Ausstellung fand ich am besten. Das war ein sehr altes Haus, in dem Künstler aus Chicago das Haus mit sehr vielen Accessoires von innen sehr interessant dargestellt haben. Im Garten des Hugenottenhauses gab es einen Raum, in den man hinein gehen konnte. Dieser war sehr dunkel und dort waren Tänzer und Sänger drinnen, die um uns herum gesungen und getanzt haben. Ich glaube, in diesem Raum sollte man seine ganzen Sinne benutzen um sich in dem Raum bewegen zu können. (Nadia)

....'die dunkle Halle', das war das Highlight der Documentabesichtigung! (Gökhan)

 

Der Workshop mit der Künstlerin Freya:

Mein Name ist Samed Güner und ich bin 16 Jahre alt. Mein Alter ist das richtige Alter für die ersten Berührungen mit der Kunst. Die Kunst kann still sein, laut sein, aussagekräftig sein und kann auch wiederum etwas anderes hervorbringen, jemanden überraschen und verschiedene Perspektiven erschaffen.

Dank diesem Workshop konnte ich meinen Horizont erweitern und neue Perspektiven entdecken. Meine Betreuerin war die Künstlerin Frau Freya. Sie selbst ist eine Künstlerin und konnte mich jedenfalls in die Rolle eines Künstlers hinein versetzen. Wie Künstler denken, womit sie anfangen, welche Weltsicht sie haben.

Eigentlich ist die Kunst keine Kunst, sondern etwas anderes. Sie versucht die Leute /Menschen auf etwas aufmerksam zu machen. Was mehr mit unserem alltäglichen Leben zu tun hat. Kriege, Gefühle und Gedanken widerspiegeln sich in Kunst, sogar die Politik hat ihren Platz da. Die documenta konnte sie mir zeigen, dank mancher künstlerischer Werke, wie z.B. in Kabul, was im Fridericianum vorgestellt worden ist, aber auf eine besondere Art, die den Menschen innerlich berührt. Um diesen Film, bzw. die Kunst zu machen, benötigte die Künstlerin eine Grundidee, diese haben wir im Workshop kennen gelernt. Eine Mind-Map mit den Orten, Ideen und Events und auch Menschen, die mit sich und auch anderen in Verbindung stehen. Wir nannten es 'Brainstorming'. Wir haben natürlich auch unsere eigene Mind-Map angefertigt. Ich finde es genial, dass solche Workshops stattfinden. (Samed)

Freya hat drei Kisten geholt. In der einen war ein Megafon, in der anderen Brainstorming und in der dritten war ein Fotoalbum namens 'Family Stories'. Wir durften uns alles anschauen und entschieden uns schließlich für die Kiste mit dem Brainstorming. Ach ja, davor durften wir erst einmal unseren Raum erforschen. Unsere Betreuerin brachte uns ein großes Plakat und wir machten unser eigenes Brainstorming mit dem Hauptthema Kassel. Das hat großen Spaß gemacht. Nach einer kurzen Kuchenpause sind wir ins Fridericianum gegangen und haben uns einen kleinen Film über zwei alte Gebäude und deren Geschichte angeschaut. Danach haben wir ein großes Bild betrachtet, welches aus Kabul war. (Hazal)

Ich hätte nicht erwartet, dass es so einen Spaß machen wird. Ich habe viele interessante Infos über die Entstehung der Documenta erfahren und gesehen. Letztlich hat dieser Besuch einen guten Eindruck hinterlassen. (Hazal)

Wir waren auch im Fridericianum, dort haben wir die Kunstwerke der KünstlerInnen gesehen.

Ich fand es sehr spannend. Ich hätte nie gedacht, dass es Spaß machen könnte. Die Gruppenleiterin Freya hat uns immer etwas über die Kunstwerke erzählt und ich fand, dass sie das sehr gut gemacht hat. (Angela)

Im Fridericianum gab es interessante Bilder. Ich persönlich würde nicht auf die Idee für solche Bilder kommen oder solche Bilder malen. Ich habe auch bemerkt, dass dort eher ältere Menschen sind, weil die Kunst sie mehr interessiert als uns. (Sirin)

Dieser Tag hat mir gezeigt, dass Kunst etwas ist, was ich nicht verstehe, vielleicht auch nicht verstehen will. Aber ich bin für alles offen und Kunst spricht mich nicht an. Egal, was ich versuche, ist Kunst für mich nicht ansprechend. (Florian)

Was ich nicht so gut fand, war, dass die Kameras uns am Anfang verfolgt haben. Es ist mir klar, dass es wegen der Kultusministerin so war. Ich fand es toll, dass sie auch gekommen ist und ich finde, dass sie wirklich sympathisch ist. (Yaren)

Die Stadt Kassel sollte sich dafür besonders einsetzen, die Kinder, die sogar in einer 'Kunst-Stadt' leben, dazu zu bringen, sich mehr mit Kunst auseinander zu setzen. (Samed)

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