Carl-Schomburg-Schule Kassel

Kooperative Gesamtschule ∙ Ganztagsschule ∙ Kulturschule

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Tatort: Carl-Schomburg-Schule

Mitglieder der Theater- und der Gesangs-AG und Lehrer Lennart Saerbeck treffen sich mit Thomas Hof und Samson Hornbostel vom Theater zum Interview... Warum?

Weil Tschick im Theater läuft!

Und was hat das mit der CSS zu tun?

 

Nun ja... die Klasse 8a hat den Roman im Unterricht gelesen und gemeinsam mit den Theaterpädagogen des Staatstheaters die Idee des „lebendigen Programmheftes“ entwickelt.

Entstanden ist ein Gespräch über die Arbeit am Stück, wie es ist, auf einer Bühne zu stehen und über den Beruf des Schauspielers.

Thomas: Wie kam es zur Idee des lebendigen Programmheftes?

Celine: Herr Lück (Klassenlehrer der 8a) kam mit der Idee auf uns zu und hat uns gesagt, dass wir mit etwas Glück einen Trailer zu Tschick entwickeln können, der dann im Vorprogramm der Aufführungen gespielt werden kann.

Cagla: Die Theatergruppe wollte ein Stück zu Tschick entwerfen und dann haben sie uns gefragt, ob wir als Gesangs-AG einen Beitrag leisten wollen.

Thomas: Und wie waren die Proben?

Celina: Es war anstrengend, weil man immer so viel wiederholen musste.

Cagla: Aber ich bin jetzt stolz, dass wir es so gut hinbekommen.

Thomas: Wie ist das, auf der Bühne zu stehen?

Sofia: Das ist schön, wenn man so im Mittelpunkt steht.

Anna: Ja, genau. Wenn du merkst, dass dich alle angucken und du Aufmerksamkeit von fremden Menschen bekommst. So ein Gefühl bekommt man nicht alle Tage.

Thomas: Habt ihr Komplimente bekommen?

Anna: Ja, die letzte Zuschauergruppe hat zum Beispiel gesagt, es sei voll krass, dass wir uns das so trauen.

Thomas: Meint ihr, ihr seid durch die Aufführungen mutiger geworden?

Anna: Ja, klar, das pusht voll!

Sofia: Man wird irgendwie sicherer.

Adelina: Bei Referaten oder so merkt man das auch.

Thomas: Habt ihr Lampenfieber?

Celine: Wir haben schon etwas Erfahrung, weil wir schon mal ein Stück gespielt und aufgeführt haben. Da hatte ich beim ersten Mal soooo Angst. Jetzt bei Tschick schäme ich mich überhaupt nicht mehr, ich hab irgendwie nicht mehr so einen Druck. Wobei ich kurz vor dem Auftritt immer Schiss hab, aber auf der Bühne geht es dann. Aber das ist erst so, seitdem ich das ein paar Mal gemacht habe. Ich hab gemerkt, mir passiert ja gar nichts.

Lennart: Erzählt doch mal, wie ihr auf die einzelnen Szenen gekommen seid.

Celine: Wir wollten einen Einblick in die einzelnen Kapitel geben. Dann haben wir alle Namen rausgeschrieben und daraus eine Sprechfuge gemacht. Und Herr Lück kam mit der Idee des Raps um die Ecke (der steht wohl auf Rap!!). Eigentlich wollten wir erst keinen Rap machen, aber irgendwie war´s dann doch cool.

Thomas: Würdet ihr jetzt öfter ins Theater gehen?

Alle: Ja, auf jeden Fall.

Thomas: Was interessiert euch an Theater?

Cagla: Irgendwie ist es spannend zu sehen, was da kommt.

Celine: Ich finde am Theater so geil, dass die Schauspieler das Publikum einfach so ausblenden können. Oder die Schauspielerin bei Tschick, wie die einfach die Rollen wechselt, das fand ich voll beeindruckend.

Samson: Für uns ist total gut zu erfahren, was ihr sehen wollt, was euch an Theater gefällt.

Thomas: Was wollt ihr denn gerne von mir wissen?

Celine: Was sind Voraussetzungen, um Schauspielerin zu werden?

Thomas: Man muss schon so ein bisschen ´ne Rampensau sein. Und man muss Disziplin haben und sich gut organisieren können. Außerdem sollte man gut beobachten können und Interesse haben an Menschen und zwischenmenschlichen Situationen.

Samson: Und man muss viel Zeit investieren.

Thomas: Ihr habt ja selber gemerkt, was da für eine Arbeit drinsteckt, als ihr das lebendige Programmheft entwickelt habt.

Celine: Viele sagen mir immer, wenn ich berichte, ich will Schauspielerin werden, ich solle mir doch ´nen richtigen Beruf suchen. Ist das denn ein richtiger Beruf?

Thomas: Ja, na klar. Das ist ein richtiger Beruf.

Celine: Die sagen dann immer, das sei nur ein Traum.

Thomas: Es ist beides. Es ist ein Traumberuf, aber man kann auch richtige Abschlüsse machen. Ich bin zum Beispiel Diplomschauspieler. Ich habe also einen universitären Abschluss. Und man muss ganz viel Theorie machen: also fechten, reiten etc.

Celine: Als Herr Lück und Herr Saerbeck uns erzählt haben, dass der Regisseur von Tschick zu uns in die Schule kommt, haben wir gedacht: „Boah, der ist voll fame und mit dem kann man bestimmt nicht so chillig reden. Und als er dann hier war, haben wir alle gemerkt, dass er ein ganz normaler Menschen ist. Der ist so drauf wie wir. Und ich war total positiv überrascht.

Thomas: Ja, Philipp, ist total nahbar und authentisch. Aber das muss er auch sein, sonst wäre Tschick auch ganz anders inszeniert worden.

Celine: Ich war so gespannt, wie er das umsetzt. Und als wir es gesehen haben, hab ich nur gedacht: „Ja, genau so muss es sein!“ Ich fand´s voll cool.

Thomas: Wart ihr schon mal im Theater zu einer Führung hinter den Kulissen?

Alle: Nein, waren wir nicht.

Thomas: Dann sollten wir das mal hinkriegen, dass ihr auch mal auf der großen Bühne stehen könnt.

Celine: Wenn man da selber mal steht, hat man gleich viel mehr Respekt vor der Sache an sich. Man weiß dann viel mehr, wie das ist.

Thomas: Ja, dann schauen wir uns das bald mal an.

Lennart: Cool, dass ihr so bereitwillig Auskunft gegeben habt. Thomas hat es ja auch gesagt, es hilft dem Theater ganz viel, solche Rückmeldungen zu bekommen. Zudem wart ihr Pioniere und wir können nur hoffen, dass andere nachziehen und in Zukunft auch lebendige Programmhefte erstellen werden.

Thomas: Christoph Förster, der den Maik spielt, hat bei einer Vorstellung von euch gesagt: „Eigentlich müsste das bei jeder Vorstellung stattfinden. Alle Schüler müssten so ein lebendiges Programmheft vorher sehen.“ Das sind seine Originalworte.