Carl-Schomburg-Schule Kassel

Kooperative Gesamtschule ∙ Ganztagsschule ∙ Kulturschule

Termine

Den Terminkalender finden Sie hier.

Unterstützen sie den Förderverein der Carl-Schomburg-Schule über die Plattform www.schulengel.de

20131104 Meerjungfrau 3Die Meerjungfrau in der Badewanne hieß der märchenhaft anmutende Titel der jüngsten Produktion des Kasseler Staatstheaters im Kinder-und Jugendtheater. Die CSS hat die Vorstellung mit drei 7. Klassen und deren Lehrerinnen und Lehrern am 04.11.2013 besucht.

 

 

Für viele der 53 Schülerinnen und Schüler war es der erste Theaterbesuch überhaupt, andere sind bisher noch nie in den Räumen der kleinen Bühne TiF im Staatstheater gewesen.

 

Neugier und Erstaunen, dass es dort so aussieht, waren die ersten Gefühle. Ein großer schwarzer Raum, Scheinwerfer zum Greifen nah, einfache Stühle und kein Vorhang.

 

Und dann kommt der Schauspieler mitten aus dem Zuschauerraum und erzählt ihnen als Philipp, wie in guter Nachbarschaft, dass seine Mutter eine Meerjungfrau gewesen sei.

 

Plötzlich ist es schlagartig still und alle wollen wissen, was dieser Mann zu erzählen hat. Er tut das kunstfertig und mit solcher Leichtigkeit, dass wir ihm gerne in seine Kindheit folgen. Dies Leben ist bevölkert von Geheimnissen aller Art, von Rückzugsorten, die nur er kennt, von Besuchen bei Menschen aus seiner Straße, einem Baby und einer sehr alten Frau, die Philipp in die Erinnerungen ihres Lebens einweiht. Voll Liebe spricht er von einer geheimen Freundin, seinem Vater und von seiner Mutter natürlich, die ihm ein paar bleibende Erinnerungen zurück gelassen hat: Schwimmhäute, ein Lied und die Verbindung zum Wasser. Hier gibt es immer etwas zu entdecken, Treibgut, eine Flaschenpost und die Stille.

 

Wer nun meint, dass das Stück mit viel Aufwand gemacht wurde, muss erkennen, dass wenige Requisiten genügen, um Zuschauer eine Stunde lang in den Bann zu ziehen. Mit viel Applaus haben die SchülerInnen den Zuschauerraum verlassen. Sie konnten im Vorraum auf den Regissseur des Stückes, Dieter Klinge, und den Schauspieler Enrique Keil warten. Der Theaterpädagoge Marco Faller führte sie durch das Gespräch. Enrique Keil war trotz der intensiven Stunde Spiels sehr freundlich bereit, auf die Fragen einzugehen. Erstaunt mußten die 7.Klässler vernehmen, dass die Dinge, die so ganz leicht aussahen, am meisten Arbeit gemacht hatten, ein Schlagzeugsolo z.B..

 

Außerdem war es ganz neu für sie zu hören, dass der Schauspieler alle Zuschauer wirklich wahrnimmt, ob sie schwätzen oder aufmerksam sind, lachen oder weinen. Viele haben hinterher gesagt, was sie berührt hat, der frühe Tod der Mutter z.B. und wie Philipp mit ihr spricht oder die komische Szene, wo die Klassenkameradinnen unbedingt Philipps Geheimnis hören wollen. Das war wie im richtigen Leben. Alle waren sich einig: das soll erst der Anfang von vielen Theaterbesuchen gewesen sein

20131104 Meerjungfrau 2  20131104 Meerjungfrau 3

20131104 Meerjungfrau 4  20131104 Meerjungfrau 5