Carl-Schomburg-Schule Kassel

Kooperative Gesamtschule ∙ Ganztagsschule ∙ Kulturschule

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Einmal Miterleben wie Fernsehen funktioniert. Diese Möglichkeit bot sich unseren Schülern am 1.9.2011 in der Kindersendung „Kailerei“. Nicht nur am Set zusehen, sondern selbst vor der Kamera stehen...

Im Vorfeld waren aber Formalitäten wie Bewerbungen und Kandidatenaufstellungen, Terminabsprachen und allerlei Elternzustimmungen zu erledigen.
Am 1.9.2011 um 9.30 Uhr holte uns ein Bus vor der Schule ab, der uns zum KiKa-Gelände auf der ega in Erfurt fuhr. Rund zwei Stunden später kamen wir dort an und wurden von drei Betreuerinnen in Empfang genommen. Bevor die Dreharbeiten losgingen, bekamen wir alle erst einmal eine Portion Spaghetti zum Mittagessen. Frisch gestärkt und mit den blauen „Kailerei“ Tshirts ausgestattet ging es zum ersten Drehort, dem Rosengarten. Wer denkt, dass eine Kampfansage, die im Fernsehen gerade mal zwei Minuten dauert in der Realität vielleicht dreimal so lange braucht bis sie im Kasten ist, hat sich getäuscht. Fast 40 Minuten haben wir gebraucht, bis der Aufnahmeleiter zufrieden war und das waren gerade mal zwei Einstellungen: mal waren die Kinder vorher im Bild zu sehen, dann waren sie zu weit nach vorne gerannt, dann kam der Einsatz für den Schlachtruf „1-2-Kailerei - Olga, die schlägt den Kai !“ zu spät, dann hat sich die Moderatorin versprochen, dann hat die Technik versagt, ja sogar das Licht hat einmal nicht gestimmt, obwohl wir herrlichen Sonnenschein bei fast 26 Grad hatten. Das kostete echt Nerven.
Für einige Kinder die erste Herausforderung gelassen zu bleiben und sich weiter zu konzentrieren. Zum Glück konnte das Klassenspiel, bei dem Wasser über eine Distanz in Eimern transportiert und in einen Brunnen innerhalb von vier Minuten bis zu einer Markierung gefüllt werden musste, nicht unterbrochen werden.
Die Mädchen haben gejauchzt, die Jungen waren froh, endlich etwas Handfestes zu tun und die Gruppe hat es innerhalb der Zeitvorgabe geschafft, die Aufgabe zu erfüllen. Fragwürdig war nur die Zusatzbekleidung, die sie währenddessen tragen mussten, nämlich Inlineschützer plus einen Sturzhelm !! Darauf gibt es natürlich viele Vermutungen aber keinen vernünftigen Grund, außer die Schüler zusätzlich mit einem Handicap auszustatten, um das ganze gefährlicher oder putziger aussehen zu lassen !?
Wie der Schlachtruf „ 1-2-Kailerei - Olga, die schlägt den Kai !“ vermuten lässt, war Olga unsere „Herausforderin“ von „Kai“, so der Name des computeranimierten Fisches. Diesen galt es in der Abschlussrunde zu bezwingen.
Zuvor musste Olga die zweite Runde allein bewältigen. Auf dem EGA Gelände gab es einen großen Spielplatz mit „Spinnenklettergerüsten“, also Seilen, die aneinandergeknotet sind und die wie ein riesiges Spinnennetz herausragen mit einer Standsäule in der Mitte. Olga musste innerhalb von vier Minuten zu fünf an das Gerüst geknoteten Seile klettern, diese lösen, damit der Joker in Form eines Schlüssels herunterfällt. Für diese Aufgabe hatte sie berechtigterweise einem Helm auf und stellte sich auch geschickt an. Doch war diese Herausforderung, trotz der Anfeuerungsrufe der Klassenkameraden, für sie nicht in der knapp bemessenen Zeit zu schaffen.
Nach diesem Dreh war für viele Schüler die Luft raus. Mittlerweile war es nach 17.00 Uhr. Lange Wartezeiten; wenig Aktionen für die Klasse; immer in der Nähe bereitstehen, nur um zu Jubeln; bei 26 Grad neben einem Wasserspielplatz zu warten, ohne diesen nutzen zu können.. all dies waren echte Herausforderungen für uns, um die Gruppe bei Laune zu halten!!
Im Finalspiel musste Olga schließlich durch geschickte Fragestellungen einen vorgegebenen Gegenstand erraten, während die restliche Klasse Erfurt aus der Höhe von einem Aussichtsturm aus betrachtete, um die Wartezeit zu überbrücken.
Anschließend wurde verkündet, dass das Spiel leider nicht gewonnen wurde. Trotz leichter Enttäuschung gab es viel Lob für Olga, die sich in den Spielrunden sehr tapfer geschlagen hat. Das es zum Schluss einen fifty-fifty Entscheidung war, erfuhren wir von Stefanie, der Moderatorin, selbst. Also ganz knapp verloren...
Nach den Dreharbeiten gab es noch Autogramme von der Moderatorin Stefanie und von der „Stimme“ Kai, der eigentlich Alex heißt. Mit Medaillen behängt und einem Lunchpaket ausgerüstet traten wir gegen 19.00 Uhr die Heimreise nach Kassel an.
Jetzt wissen wir natürlich, dass Fernsehen einerseits entspannend ist. Aber „Fernsehen machen“ auf der anderen Seite total viel Disziplin, Zeit und Nerven kostet. Es kommt ganz darauf an, auf welcher Seite der Kamera man steht... für alle Beteiligten war es interessant zu erfahren, wie aufwendig eine Fernsehproduktion ist.
In den nächsten Wochen wird die Sendung „Kailerei“ mit der 6a der Carl-Schomburg- Schule im Fernsehen ausgestrahlt.